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Zurück in die Berge

Conny 13.12.2018

Tag 91


06.12.2018

Moin ihr Lieben, wir wünschen einen fröhlichen und feierlichen Nikolaus gehabt zu haben.😚

Für uns war heute am Nikolaustage eine kleine Höhlenwanderung angesagt. Die Fahrt dorthin ging von unserem Campingplatz in Forbes am See los. Sieben Kilometer lang war die Strecke, die wir heute erwanderten.

Da das Wetter sehr drückend und schwül und daher unangenehm zum Wandern war, fühlte sich diese kurze Strecke doch sehr lang an. Die Mühe lohnte sich aber durchaus. Bei der Höhle angekommen entdeckten wir, dass diese gut zum Erkunden geeignet war und so begaben wir uns dankbar in die angenehme Höhle. Mit ein wenig Klettereinsatz gelangten wir auch etwas tiefer in den Schlund der Höhle, in dem wir uns an den faszinierenden Höhlenstrukturen ergötzten. Eine kleine Abenteuerreise. Nach einiger Zeit kletterten wir dann wieder an das Tageslicht und verließen die angenehme Kühle der Höhle nur zu ungern.

Am Auto angekommen traten wir aufs Gaspedal und tuckerten in Richtung Campingplatz. Diese Nacht verbrachten wir wieder auf dem Campingplatz am stillgelegten Kohlekraftwerk.


Tag 92


07.12.2018

An diesem von klimatischer Seite aus betrachtet etwas kühleren Tag, nutzten wir die Gelegenheit eine kleine Wanderung zu unternehmen. Es zog uns wieder in die ‘Blue Mountains’, diesmal zum ‘Walls lookout’. Als wir auf der Wegbeschreibung lasen, dass der Weg zu dem Aussichtspunkt 1.5 km lang sei, aber mit einer Dauer von etwa einer Stunde zu rechnen war, konnten wir das nur schwer glauben. Wir ahnten, es könnte etwas steiler bergab und über Stock und Stein gehen. Und so bewahrheitete es sich dann auch. Aber der Weg war ein Traum und das Wetter spielte wunderbar mit. Wir genossen romantische Aussichten und ich konnte zwischendurch sogar ein kleines bisschen klettern.

Zufrieden kamen wir dann an dem Ende des Weges an. Es stellte sich heraus, dass man bis an den Abgrund des Felsens wandern konnte und so labten wir uns an der weitreichenden Aussicht. Um die vorherrschende Aerodynamik zu testen, bastelte Philip kurzerhand einen Papierflieger und ließ diesen über den Abgrund gleiten. Als ein Windstoß aufkam, erfasste dieser den kleinen Flieger und er flatterte majestätisch wie ein Adler durch die Lüfte mit einem handgeschriebenen Gruß als Passagier an Bord. ‘Flieger grüß mir die Sonne….’.

Nach unserer Rückwanderung zum Auto (und tatsächlich dauerte die Wanderung insgesamt etwa eine Stunde!), fuhren wir weiter und entdeckten dabei eher zufällig einen botanischen Garten. Philip hatte mir vor ein paar Wochen bereits die Geschichte über den ‘Wollemy tree’ erzählt, der weltweit seit 65 Millionen Jahren als ausgestorben galt. Ein Forscher hatte diesen zufällig aber in den 90ern in einer abgelegenen Schlucht in Australien wiederentdeckt und seitdem gibt es wieder ein paar kleinere Bestände. Die Samen des Baumes sind inzwischen auch im Handel erhältlich. Nun gut, jedenfalls war auch dieser eher unauffällige Baum im botanischen Garten anzutreffen. Und in dem Souvenirshop, wo eines der Exemplare als geschmückter lebender Weihnachtsbaum stand. Ein ‘Wunderweihnachtsbaum’ sozusagen.😁

Einen kleinen Mittagssnack nahmen wir auf der Terrasse eines Cafes in dem Garten ein und hatten eine klare Aussicht über die Blue Mountains. Am Schönsten war es aber irgendwie, die frechen Krähen auf der Terrasse dabei zu beobachten, die die Zuckertütchen gezielt von den Tischen klauten.😆 Tjajaaa, sind wir nicht alle irgendwie zuckersüchtig?😋

Nach dieser kleinen unterhaltsamen Pause besahen wir die Ausstellung über die Blue Mountains in den Innenräumen und dann tauchten wir ein in den botanischen Garten selbst. Während Philip es sich auf einer der gut platzierten Bänke bequem machte, erkundete ich den Garten noch weiter und entdeckte dabei allerlei fantastische und schöne Botanik und andere tierische Kreaturen.

Den Abend verbrachten wir auf einem abseits gelegenen Campingplatz in einem Nationalpark. Dort gab es auch einen leise vor sich hin fließenden Fluss, in dem wir uns etwas Abkühlung verschafften.

Zum Glück gab es auf dem Campingplatz einen großen und einen kleineren Abschnitt auf dem man übernachten konnte. Ein anderer junger Camper hatte uns freundlicherweise vorgewarnt, dass auf dem großen Campingplatz heute eine laute Party stattfindet. Und er hatte nicht übertrieben mit der Lautstärke. Sogar auf dem kleinen Nebencampingplatz auf den wir uns verzogen hatten, hörte man noch das Megafon und die Sirenen, die ja bekanntlicherweise (🤔) auf jeder guten Party genutzt werden😫😫😫. Und nach und nach kamen auch sehr lautstark weitere Gäste (den für uns mit unserem Auto nur mit 20 km/h befahrbaren abschüssigen und steilen Weg) hinunter gerauscht. Mitten in der Nacht wurden wir von lautem Wildschweingegrunze geweckt. Dieses freute sich scheinbar auch nicht allzu sehr über die nächtliche Ruhestörung.🐗

Tag 93


08.12.2018

An diesem Samstag bekam ich eine Nachricht von einer ‘Poultry farm’, einer biologisch wirtschaftenden Hühnerfarm, bei der ich mich vor ein paar Tagen beworben hatte. Ich wurde zum Bewerbungsgespräch eingeladen und so fuhren wir gleich los in das etwa drei Stunden entfernte ‘Gunning’. Auf den ersten Anhieb am Nachmittag, als wir ankamen, fanden wir die Farm nicht, da die Farm falsch bei Google Maps eingespeichert war, wie wir dann abends herausfanden. Dann endlich doch am Ziel angekommen, unterhielten wir uns noch einige Zeit mit dem Hofbesitzer und seinen Eltern, bevor die Chefin kam, die mich zum Gespräch eingeladen hatte. Und sie klärte uns dann auch gleich über den Job auf, was ich für Aufgaben hätte und so weiter. Wir machten mit ihr einen Rundgang über das Gelände und sie erzählte weiter von dem Hof und über die anfallenden Arbeiten. Sie war sehr nett und sympathisch und so beschlossen wir, dass ich dort für drei Monate gut arbeiten könnte. Die Stelle sollte am 7.1. beginnen. Wahrscheinlich wohnen wir die erste Zeit noch in unserem Auto, da zu dem Zeitpunkt noch Arbeiten am Wohnhaus stattfinden und die Familie dann im Arbeiterhaus wohnt. Aber wir können auf dem Grundstück bleiben und haben eine ordentliche Dusche. Und in unserem Auto lässt es sich sehr gut schlafen.😴

Wir blieben dann noch ein Weilchen dort und unterhielten uns mit dem Chef und der Chefin. Beide machten einen sehr guten Eindruck und bewirtschaften den Hof biologisch und aus Leidenschaft. Sehr sympathisch war uns auch wie sich Theresa, die Chefin, über andere Farmer ärgerte, die auf Australien ein schlechtes Licht werfen, indem sie Backpacker schlecht behandeln oder schlecht bezahlen. Wir hatten da was die Freundlichkeit der Farmer anging, bisher Glück und immer sehr nette Chefs, aber was die Bezahlung anging, hatte sie vollkommen Recht.

Wir unterhielten uns noch weiter über den Betrieb und sie erzählten uns, dass der Mann von Theresa die mobilen Hühnerställe allesamt selber gebaut hat.
Jedenfalls kamen wir auch irgendwann auf die Programmierung von Apps zu sprechen und dass Philip das gerne in seiner Freizeit macht. Zufälligerweise hatte die Chefin dann gleich zwei Ideen für Apps parat, die sie gut für die Farm brauchen könnte. Da macht sich dann Philip dran, während ich dort im Hühnerstall arbeite.

Glücklich über die Aussicht auf baldige Arbeit, machten wir uns auf den Weg zu dem von den beiden empfohlenen Campingplatz in Gunning. Dieser besaß eine wunderbare und vor allem saubere Dusche und so freuten wir uns über den Tipp.

Da wir ursprünglich davon ausgegangen waren, dass der Job bereits im Dezember anfangen würde, mussten wir nun etwas umplanen und überlegen, was wir in dem Monat bereisen wollen von Australien. Tasmanien war unsere favorisierte Option, aber leider waren alle Fähren bereits ausgebucht. So entschieden wir uns dazu, die Umgebung Canberras und Canberra selbst selber weiter anzuschauen. Einige schöne Ziele haben wir noch auf der Strecke vor uns liegen. Nach den drei Monaten Arbeit von Januar bis Anfang April wollen wir dann entscheiden, welche Ziele wir (am zeitlich sinnvollsten) noch bereisen können. Australien ist so unfassbar groß und es gibt viel zu viel zu sehen.


Tag 94


09.12.2018

Einen schönen und besinnlichen zweiten Advent wünschen wir!

Canberra war heute unser Ziel.

In Canberra erledigten wir einige Besorgungen und merkten recht schnell, dass der Ruf dieser Stadt als eine der grünsten Australiens durchaus angebracht ist. Im Besucherzentrum informierten wir uns noch über die Erbauung der geplanten Stadt, die als Hauptstadt erdacht wurde, da man sich nicht zwischen Sydney oder Melbourne als Hauptstadt einigen konnte.

Wir fuhren noch ein wenig durch die Stadt hindurch und dann zum Campingplatz am ‘Lake George’, einem riesigen aber komplett ausgetrockneten See.

Tag 95


10.12.2018

Bei unserem ausgedehnten Frühstück konnten wir eine Schwalbenfamilie in ihrem Nest knapp über unseren Köpfen beobachten. Die Eltern waren von unserer Anwesenheit so nahe an ihrem Eigenheim recht unbeeindruckt und fütterten munter ihre fünf im Nest sitzenden Jungen weiter. Welche gar nicht mehr so jung waren, sondern fast flügge. Es ist unglaublich wie viele Vögelchen in so ein winziges Nest reinpassen. Und dass diese ihr Nest auch brav sauber halten.

Das Fahren kennzeichnete den heutigen Tag und da es auf der Strecke vom letzten Campingplatz zu dem nächsten in der Nähe von Moss Vale (mitten im Wald) nicht viel zu entdecken gab, machten wir kaum Zwischenhalte bis auf einen an dem Riesigen Merinoschaf, an dem wir vor einiger Zeit schon mal gehalten hatten. Man konnte auch in das Schaf hineingehen und von oben durch seine Augen auf die Straße schauen. Was wir auch taten. Interessant, wie so ein Schaf von innen aussieht. Irgendwie hatte ich mir das immer anders vorgestellt.😂

Auf dem Campingplatz angekommen machten wir eine kleine Erkundungstour durch den Wald und zu dem kleinen See. Philip setzte sich danach ans Programmieren vor dem Auto und ich mich an den Blogeintrag im Auto, da es doch etwas frisch geworden war. Zwischenzeitlich bekam Philip dann Besuch von einer kleinen Entenfamilie, die er mit Vogelfutter anfütterte und später sahen wir noch ein kleines Wallaby.

Mitten in der Nacht, entdeckten wir noch ein sehr laut vor sich hin grasendes Wombat, welches ein paar Meter hinter unserem Auto fleißig sein Gras mümmelte.☺🙂


Tag 96


11.12.2018

Ein eher ruhiger Tag wurde dieser Dienstag, an dem wir nur kurz zum Duschen und einkaufen in die Nachbarstadt fuhren. Eigentlich wollten wir noch ein Stück weiter in Richtung unseres Ziels ‘Kangaroo Valley’ fahren, aber der nächste mögliche Campingplatz hat erst ab morgen wieder offen. Renovierungsarbeiten….
So wurde dann der Campingplatz ‘Dailys Clearing’ von der Vornacht heute nochmal unsere Übernachtungsmöglichkeit. Ich verbrachte den Abend mit Lesen und dem Blogeintrag und Philip programmierte fleißig.

Jetzt gibt es gleich noch Abendbrot und dann geht es auch bald schon wieder ins Bett. Mal sehen, ob es heute Nacht wieder einen nächtlichen Besucher gibt.😊😊

Bis zum nächsten Mal! Es grüßen euch Philip und Conny.












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O
OMA 13.12.2018, 01:38:18
Moin ihr zwei!!es ist ja eine unglaubliche Weite!und connys kletterkünste sehen nicht ungefährlich aus!zumal das Gestein so scharfkantig aussieht!wie immer begeistert,vielen Dank für Bilder und berichterstattung.bleibt gesund,liebe Grüße!
G
Gabit 13.12.2018, 15:57:57
Danke für die wunderbaren Fotos und die tollen Berichte. Es ist toll, war Ihr so alles erlebt! Passt bitte auf Euch auf! Liebe Grüße